Geschichte und Ereignisse der Stadt Freyenstein

Mittelalter
1263 Erste urkundliche Erwähnung als "Vrigenstene"
1287 Nach wiederholter Zerstörung der Altstadt (heutige Stadtwüstung) durch die mecklenburgischen Fürsten von Werle wird sie neu am heutigen Ort wieder aufgebaut. Gleichzeitig Erlangung des Stadtrechts, Ratskollegiums und der Gerichtsbarkeit.
1309 Vergabe des Patronats der Stadtkirche durch den Markgrafen an den Johanniter-Orden
1325 Fertigstellung der Marienkirche
1332 Erste Erwähnung einer Wasserburg
1420 Kone Grave (Gräfe,Greve) wird als erster Freyensteiner Bürger namentlich genannt.

 

Renaissance 
1492 Die Familie von Rohr übernimmt die Stadt, fortan ist die Gerichtsbarkeit allein Sache des Gutsherrn. Die Rechte und Freiheiten der Bürger werden mehr und mehr eingeschränkt. 
1556 Auf dem Gelände der alten Wasserburg wird eine dreiflüglige Schlossanlage im Stil der Renaissance begonnen.

 

Barock
1618 - 1648 30-jähriger Krieg
1620 Durch Überschuldung müssen die von Rohr Freyenstein an die von Winterfeld verkaufen. Langsamer Aus- und Umbau des Schlosses.
1652 Nach Pest und Stadtbrand in den Jahren davor, leben in der Stadt noch 28 Bürger. Folgende Namen treten unter anderem auf: Gräfe (Greve), Hildebrand
1675 Die Schweden wüten in der Stadt (Großer Kurfürst).
1701 Die Schweden wüten in der Stadt (Großer Kurfürst).
Streit der Bürger mit den von Winterfeld um die geforderten Spanndienste. Inhaftierung der Rädelsführer in der Zitadelle Spandau.

 

Moderne
1798 Höhepunkt des Streits zwischen Bürgern und derer von Winterfeld um die Ablegung des Bürgereids 
1841 Minna Cauer, die bedeutende Frauenrechtlerin als Tochter des Pfarrers Alexander Schelle am 1.11.1841 geboren.
1866 Krieg Preußen-Österreich
1870 - 1871 Deutsch-Französischer Krieg, Gründung des Kaiserreiches
1892 Rudolf Rietz, Lehrer in Freyenstein, veröffentlicht eine wissenschaftliche Arbeit über die Flora von Freyenstein. Er weist 612 Pflanzenarten (darunter 6 Orchideenarten) mit Angabe der Fundorte nach.
1907 Bau der ersten Bürgersteige in der Marktstraße. Elektrifizierung der Stadt auf Initiative des Bürgers Fritz Neumann (eigenes E-Werk).
1914 - 1918 Erster Weltkrieg
1924 Ab dem 1. Februar erscheint die "Freyensteiner Zeitung". 
1933 - 1945 Herrschaft der Nationalsozialisten
1939 - 1945 Zweiter Weltkrieg
1945 Todesmarsch der Gefangenen aus dem KZ Sachsenhausen führt durch Freyenstein.
1949 Gründung der DDR (Deutsche Demokratische Republik)
1952 Gründung der ersten LPG "Frieden" mit 8 Mitgliedern und 65,57 ha Fläche
1965 27 Handwerksbetriebe mit 60 Beschäftigten
1974 Auf Grund einer Bürgerinitiative können nach vierjähriger Arbeit die restaurierte Burg und der rekonstruierte Park als kulturelles Zentrum übergeben werden.
1990 Vereinigung der DDR und der BRD
2003 Nach fast 700 Jahren verliert Freyenstein sein Stadtrecht und wird zum Ortsteil der Stadt Wittstock/Dosse, der flächenmäßig drittgrößten Stadt Deutschlands.
2013    Mit einer Festwoche vom 2.Juni bis 9.Juni 2013 begeht Freyenstein mit

Hunderten von Gästen in beeindruckender  Weise das 750jährige Jubiläum der urkundlichen Ersterwähnung des Ortes