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Männerturnverein 1863 Freyenstein e.V.

Im MTV 1863 Freyenstein e.V. sind 133 Mitglieder organisiert (Stand Februar 2017)

Das älteste Mitglied wurde 1933 und das jüngste Mitglied wurde 2010 geboren.

 

MTV-Vorstand:

Vorsitzender:      Walter Eisermann

stellv. Vorsitz.:    Christa Ziegenbein

Kassenwart:      Simone Maertens

Beisitzer:             Hartwig Finke

                              Thomas Maruschke

                              Benno Schönfeld

 

Der Verein besteht aktuell aus folgenden Abteilungen:

 

- Fußball

  Leiter: Rainer Maruschke

  aktive Schiedsrichter:  Oliver Witte / Christian Stolper

 

   Herren (1.Kreisliga West)              - Infos zum Spielbetrieb       - Infos zum Unteren Kreispokal

   Trainer: Thomas Maruschke Co-Trainer: Niels Fittkau

   Training: Freitag 18.00 - 20.00 Uhr

 

   B-Junioren (Kreisliga B-Junioren Staffel A - Infos zum Spielbetrieb

   Trainer: Rainer Maruschke 

   Training: Montag u. Donnerstag 18:00-19:30 Uhr

 

   D-Junioren -  (Kreisliga D-Junioren Staffel E)

    Trainer: Dirk Hammermeister Co-Trainer: Marcel Bertram  -  Infos zum Spielbetrieb

    Training:  Freitag   Sportplatz Zaatzke

                             bzw. Turnhalle Freyenstein

 

  

- Seniorengruppe-Tischtennis und Billard

  Übungsleiter: Walter Nüssler

- Frauensportgruppen

   Übungsleiter:  Christa Ziegenbein / Ilka Eisermann / Simone Maertens

 

- Volleyball

  

- Radfahren/Tischtennis/Billard

 

 

Vereinsgeschichte:

Gründung und Anfangsjahre

Der Freyensteiner Sportverein wurde am 3.Mai1863 als Männerturnverein (MTV) Freyenstein 1863 e.V. gegründet. Wie der Name es ausdrückt und wie in Satzung und Statut festgeschrieben, konnten seinerzeit nur Männer Mitglied werden. Aus den alten Statuten ist zu ersehen, dass neben den körperlichen Ertüchtigungen auch der vaterländische Sinn geweckt und gefestigt werden sollte. Dazu dienten neben den Turn- und Waffenübungen auch Turnspiele, Turnfeste und Festlichkeiten. So sollten zum Beispiel zweimal jährlich nach den Turnvorführungen Bälle abgehalten werden.

Strenge Regeln galten für die Aufnahme in den Verein. So durfte „jeder unbescholtene Mann, sofern er nicht dem Trunke ergeben ist oder sonst einen anstößigen Lebenswandel führte und das 18. Lebensjahr vollendet hat", Mitglied werden. Laut den Statuten galten ebenso strenge Verhaltensregeln während der wöchentlichen Übungsstunde und bei den Festlichkeiten, welche bei Missachtung mit Ausschluss geahndet wurden. Es war sogar geregelt, wenn „jemand auszutreten wünschte". Geturnt wurde am Bock, dem Springei (heute Sprunganlage) und dem Schwingel (heute Pauschenpferd). Von alten Fotos weiß man, dass sogar Stabhochsprung betrieben wurde. Den verstorbenen Mitgliedern wurde das letzte Geleit bis ans Grab gegeben, um sie zu ehren. Es sollte sogar ein Chor aus den Reihen der Aktiven gebildet werden, um für Festlichkeiten passende Gesänge einzuüben.

Die Turnfreunde trafen sich damals im Saal einer Gaststätte einmal wöchentlich zum Turnen. Die Sportgeräte konnten dort auch gelagert werden.

Den Verein leiteten der Vorsitzende gemeinsam mit dem Turnwart, dem Schrift- und Kassenwart und deren Stellvertretern sowie dem Gerätewart.

In den folgenden Jahren erweiterte sich der Verein. 1912 gliedern sich der Kavallerieverein und die Schützengarde von Freyenstein an. Bei diesen Sparten wurde das sportliche Reiten und Schießen gemeinschaftlich betrieben.

 

Anfang bis Mitte des 20.Jahrhunderts

In dieser Zeit wurde im Verein Turnen, Leichtathletik und Faustball betrieben. Die Sportler waren sehr erfolgreich und fuhren bis nach Berlin zu großen Wettkämpfen. So gab es Anfang der 30er Jahre zum Beispiel ein großes Turnfest in Freyenstein. Auf einem abgeernteten Stoppelfeld an der Straße nach Meyenburg wurden mit vielen Gästen aus der West- und Ostprignitz (damals Jahnkreis Prignitz) die Kräfte gemessen. Auch fuhren die Turner und Leichtathleten zu Vergleichen nach Wittstock, Pritzwalk und Perleberg. Die Fahrten mit den holzbeheizten Fahrzeugen waren sehr abenteuerlich. Der Sack Holz musste selbst mitgebracht werden.

In dieser Zeit entstand auf dem heutigen Lindensportplatz eine Holzbaracke, die den Sportlern als neue Trainingsstätte und Gerätehaus diente. Im Sommer 1923 wurde dieses Gebäude mit einer großen Feier eingeweiht.

Als Leiter der Turnerjugend sind Werner Grubbert und der Vereinsvorsitzende Paul Alpermann bekannt. Die Fortgeschrittenen wurden von ca. 1935-1950 durch Walter Zander und Willy Stahmleder trainiert. Kurz vor dem zweiten Weltkrieg kam im Verein der Handballsport dazu. Viele Sportler waren in mehreren Sportarten aktiv. Aus Erzählungen von ehemaligen Aktiven war zu erfahren, dass im Winter das Geräteturnen betrieben wurde. In einer Riege turnten ca. 10 Mann. Es gab Jugendmannschaften, Männerriegen und eine Altersriege.

Ab Beginn der 30iger Jahre durften auch Frauen bzw. Mädchen in den Verein eintreten. Sie waren hauptsächlich in der Leichtathletik und in den Turnerriegen aktiv.

 

Der Verein in der DDR

Mit der Gründung der DDR wurde der Verein in Betriebssportgemeinschaft Traktor Freyenstein, kurz BSG Traktor Freyenstein, umbenannt. Der Name erinnert an einen der größten Arbeitgeber des Ortes und gleichzeitig auch Unterstützer des Vereines, die landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) Freyenstein.

Die BSG- bzw. Vereinsvorsitzenden waren von 1950 bis 1964 Walter Mühlsteff und von 1964 bis 2004 Horst Schmidt.

Es hielten neue Sportarten wie Radball und Fußball in Freyenstein Einzug. In den 50er Jahren löste sich in Folge dessen die Sektion Turnen auf. Es fehlte das weitere Interesse an dieser Sportart.

Ebenso erging es der Abteilung Leichtathletik. Hier fehlte es an einer geeigneten Sportstätte, um die Sektion weiter erfolgreich aufrecht zu erhalten.

Weitere neue Sportarten wie Volleyball, aber ganz besonders der Fußball nahmen auch der Sektion Feldhandball die Mitglieder weg. Ende der 50er Jahre löste sich diese Abteilung komplett auf.

Anfang der 50er Jahre fanden zudem viele Frauen und Mädchen den Weg in den Verein. Sie fanden sich in Gymnastik- und Tanzsportgruppen zusammen.

Im Verein wurde für kurze Zeit auch Schach und Tischtennis aktiv gespielt.

Der Reitsport wurde unter dem Dach der BSG auch weiterhin erfolgreich betrieben. Zu den Höhepunkten des Sportjahres der Reiter wird seit 1951 das Reit- und Fahrturnier ausgetragen. 1980 hat sich der Reitsport mit der Bildung eines eigenen Vereins vom Gesamtverein abgespalten.

In der Zeit von 1945 bis ca. 1960 waren die finanziellen Mittel, die dem Verein zur Verfügung standen, noch sehr gering. So mussten die Sportler ihre Ausrüstung zum Teil selbst nähen oder besorgen. Ab Mitte der 70er Jahre unterstützten Betriebe (z.B. LPG, PGH) und Einrichtungen (Rat der Stadt Freyenstein)  mehr und mehr die Vereinsarbeit. Es wurden Gelder, Material und Fahrzeuge zur Verfügung gestellt. Somit waren Renovierungen, Ausbauten und auch Fahrten zu den Wettkämpfen gesichert. Die Ausrüstung des Vereins wurde verbessert.

Das gesellige Zusammensein wurde sehr gepflegt. Es wurden regelmäßig Kameradschaftsabenden der einzelnen Sektionen und auch ein jährliches Sportfest durchgeführt. Hier zeigten die Aktiven ihr Können, luden Gäste aus befreundeten und benachbarten Vereinen ein und feierten im Anschluss gemeinsam.

Der Verein hatte zu Spitzenzeiten bis zu 150 Mitglieder.

 

Der Verein von 1990 bis in die Gegenwart

Mit der politischen Wende 1989 gab es auch im MTV einschneidende Veränderungen. Viele junge Leute verließen die Stadt in Richtung der älteren Bundesländer. So verringern sich nicht nur die Einwohner sondern auch die Mitglieder des MTV. Die geringste Mitgliederzahl wurde 1992 mit ca. 60 Mitgliedern gezählt.

Mit der Wende nahm der Verein, bisher BSG Traktor Freyenstein, auf der Grundlage des bürgerlichen Rechtes am 01.Februar 1990 wieder den alten Namen MTV 1863 Freyenstein e.V. an. Jetzt musste man sich an vieles Neues gewöhnen. Geändert hat sich nicht nur der Vereinsname, der Vorsitzende heißt jetzt Präsident, die Sektionen jetzt Abteilungen. Der oberste Verband, der Deutsche Turn- und Sportbund (DTSB) wird zum Landessportbund (LSB) usw. Die finanzielle Unterstützung von staatlicher Seite, aber auch durch die Betriebe brach zusammen.

Wie in den alten Bundesländern stand jetzt die Finanzierung der sportlichen Aktivitäten an erster Stelle. Das Zauberwort lautete jetzt Sponsoren und Geldgeber. Durch sie musste und sollte sich der Verein die Grundlage zur Weiterführung des Vereins schaffen. Da Freyenstein über keine großen Betriebe verfügte, war dieses nicht ganz einfach. Aber durch die engagierte Arbeit des Vorstandes gelang es relativ gut, Unterstützer zu finden.

Die Sportarten Fußball, Volleyball! und Frauengymnastik blieben dem Verein erhalten. So sind aktuell mehr als 130 Vereinsmitglieder zu verzeichnen.

Seit 2004 ist Walter Eisermann Vorsitzender des Vereins. Unterstützt wird er von Christa Ziegenbein als Stellvertreterin, Simone Maertens als Kassenwart sowie den Beisitzern Benno Schönfeld, Hartwig Finke und Thomas Maruschke.

Die Abteilungen Fußball, Volleyball und Frauengymnastik existieren heute noch. Durch die Schließung der Freyensteiner Grundschule sowie die geburtenschwachen Jahrgänge wurde es schwierig, Kinder- und Jugendmannschaften zu erhalten. Seit 2012 ist dem außergewöhnlichen Engagement der Trainer Walter Eisermann, Matthias Eggert und Thomas Maruschke zu verdanken, das drei Jugendmannschaften wieder aktiv im Verein spielen.

Bei der Abteilung Volleyball sieht es leider nicht mehr so gut aus. Durch Arbeit, Studium (zum Beispiel in Hamburg oder Berlin) sind die jungen Spieler nicht immer einsetzbar, sodass keine Punktspiele mehr möglich sind. So treffen sich einmal in der Woche einige Unentwegte um ihrem Volleyballsport nachzugehen.

Die Frauen stellen nach wie vor ca. die Hälfte der Mitglieder im MTV dar. Regelmäßig führen sie ihre Trainingsabende in mittlerweile 3 Trainingsgruppen durch. Nach wie vor nehmen sie rege am Vereinsleben teil.

Einmal in der Woche findet, organisiert vorn Kreissportbund Reha-Sport in der Freyensteiner Sporthalle statt.

Neu beim MTV ist seit einigen Jahren eine Tischtennisgruppe, bestehend aus rüstigen Rentnern um Walter Nüssler.

Im Mai 2013 konnte der MTV Freyenstein sein 150jähriges Bestehen feiern. Mit Hilfe vieler Freiwilliger konnte eine Ausstellung mit vielen historischen Dokumenten zusammengetragen werden. Es fand ein Sportfest auf dem Lindensportplatz statt.

 

 

 

Kontakt

Walter Eisermann

Zum Bahnhof 6
16909 Wittstock/Dosse OT Freyenstein

Maerker

MAERKER der Stadt Wittstock

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